Bei einer Hochzeit weiß ich vorher ungefähr, was kommt. Bei einem Fünfzigsten kann alles passieren. Da sitzen Schulfreunde, Kollegen und die Familie am selben Tisch, und jeder bringt eine andere Musik im Kopf mit.
Genau das mag ich daran. Man muss den Abend wirklich lesen.
Ich habe Feiern erlebt, auf denen die Anlage so aufgedreht war, dass die Hälfte der Gäste nach draußen gegangen ist. Nicht weil die Musik schlecht war, sondern weil man sich nicht mehr unterhalten konnte.
Auf einer Hochzeit sind meistens drei Generationen im Raum. Die Tanzfläche darf laut sein. Der Tisch, an dem die Großeltern sitzen, nicht.
Wer das trennt, braucht kein größeres System. Er braucht es nur richtig aufgestellt.
Klingt früh. Ist es nicht. Die guten Samstage im Mai, Juni und September sind bei den meisten Dienstleistern im Frühjahr weg, und Location und Fotograf stehen bei vielen Paaren schon.
Beim DJ ist es ähnlich, nur denkt kaum jemand so früh daran.
Wenn dein Datum steht, schreib mich an. Auch wenn es noch ein Jahr hin ist.
Die freie Trauung ist der Teil, bei dem ich am meisten aufpasse.
Drei, vier Lieder, und jedes sitzt an einer Stelle, an der alle still sind. Da gibt es kein Mischpult-Gefühl, kein Ausprobieren. Es läuft oder es läuft nicht.
Deshalb bespreche ich diese Lieder immer vorher durch. Nicht nur welche, sondern auch wo genau sie einsetzen und wie lange sie laufen.
Jubiläen, Betriebsfeste, Abteilungsabende. Das ist ein anderes Publikum als eine Hochzeit, und das ist auch gut so. Hier sitzen Leute zusammen, die sich sonst nur im Flur sehen.
Der Trick ist der Übergang. Erst Hintergrundmusik zum Essen, dann irgendwann der Punkt, an dem aus Kollegen Gäste werden. Den zu treffen ist die eigentliche Arbeit.