Klingt früh. Ist es nicht. Die guten Samstage im Mai, Juni und September sind bei den meisten Dienstleistern im Frühjahr weg, und Location und Fotograf stehen bei vielen Paaren schon.
Beim DJ ist es ähnlich, nur denkt kaum jemand so früh daran.
Wenn dein Datum steht, schreib mich an. Auch wenn es noch ein Jahr hin ist.
Die freie Trauung ist der Teil, bei dem ich am meisten aufpasse.
Drei, vier Lieder, und jedes sitzt an einer Stelle, an der alle still sind. Da gibt es kein Mischpult-Gefühl, kein Ausprobieren. Es läuft oder es läuft nicht.
Deshalb bespreche ich diese Lieder immer vorher durch. Nicht nur welche, sondern auch wo genau sie einsetzen und wie lange sie laufen.
Jubiläen, Betriebsfeste, Abteilungsabende. Das ist ein anderes Publikum als eine Hochzeit, und das ist auch gut so. Hier sitzen Leute zusammen, die sich sonst nur im Flur sehen.
Der Trick ist der Übergang. Erst Hintergrundmusik zum Essen, dann irgendwann der Punkt, an dem aus Kollegen Gäste werden. Den zu treffen ist die eigentliche Arbeit.
Werde oft gefragt, ob ich vorher eine Setliste schreibe.
Ja und nein. Ich habe einen Plan für den Abend, aber der ist eher ein Kompass als ein Fahrplan. Die ersten drei Lieder stehen fest. Danach schaue ich, wer vor mir steht.
Ein DJ, der seine Liste abspielt, merkt nicht, wenn die Stimmung kippt. Er spielt sie zu Ende, auch wenn niemand mehr tanzt.